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Portrait Renate Tschudin

Farbstifte, Kreiden, Pinsel und dergleichen faszinierten mich zweifellos schon als Kind. Ich malte eifrig Häuser mit schiefem Kamin, Blümchen mit abstehenden Blättern, an der Decke klebende Himmel oder beglückte auch mal meine Familie mit einem Porträt. Als Unterlage diente in der Regel Papier, mitunter aber auch diese fantastisch überdimensionierte Schiefertafel im elterlichen Haus – sprich: der Fußboden.

Spätestens in der Sekundarschule wurden Zeichnen und Malen zum dringenden Bedürfnis. Der Zeichenunterricht war außergewöhnlich kreativ, jeder und jede wurde individuell gefördert. Allmählich wagte ich mich an kleinere Wettbewerbe, die denn meist auch ein ermutigendes Resultat zeitigten.


Den ersten Schritt an die Öffentlichkeit wagte ich 1997 in einem Geschäft in Madiswil in dem ich ausstellen durfte. Unter dem Label Painting realisierte ich anschließend die Idee, Bilder in Auftrag zu malen. Als Vorlagen dienten jeweils Fotos; ebenso wichtig waren aber auch Gespräche mit den Kunden, die der Entwicklung von Ideen zur konkreten Ausführung (Hintergrund, Unterlage, Größe etc.) dienten

Nach wir vor können bei mir realistische Bilder in dieser Art bestellt werden – künstlerisch forderte mich jedoch bald anderes heraus. Ich wollte kreativer arbeiten und meine eigenen Ideen umsetzen. Die Acrylmalerei sagte mir, nachdem ich verschiedene Techniken erprobt hatte, am meisten zu. Das hier erforderliche relativ schnelle und lebendige Malen wurde geradezu zur Leidenschaft. Am Zofinger Kunstmarkt 2002 konnte ich meine Acrylbilder erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Ein tolles Erlebnis, das mich außerordentlich anspornte!

Inzwischen verwende ich auch Materialien wie Spachtelmasse, Stein oder andere Mittel, die meinen Bildern Reliefcharakter verleihen. Ob ich aber meinen ganz eigenen Malstil bereits gefunden habe? Heute denke ich: Ja. Gleichzeitig jedoch ist meine Neugierde auf immer weitere Mittel und Wege gerade lebendiger denn je, so dass ich noch keine Prognose wage, wohin sich mein Stil in den kommenden Jahren entwickeln wird!

 

Weiterbildung

2007 Semester-Kurs »Studien in Tonwert und Farbe«, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK

 

   

 

 

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